Ersttrimester-Sonographie

11+5-13+2 Schwangerschaftswoche

 

Ersttrimesterscreening , Nackenfaltenmessung, Nackentransparenzmessung, NT-Screening

Diese Ultraschalluntersuchung wird zwischen der 11+5 Schwangerschaftswoche bis zu der 13+2 Schwangerschaftswoche durchgeführt. In dieser Zeit beträgt die Scheitelsteißlänge 50-75 mm.

Ziele der Ersttrimestersonographie

 

Berechnung des Geburtstermins

Dies ist besonders wichtig bei Frauen die sich nicht sicher sind über das Datum der letzten Regel, bei unregelmäßigem Zyklus oder falls es während des Stillens oder gleich nach dem Absetzen der Pille zu einer Schwangerschaft gekommen ist. Durch die genaue Bestimmung der Schwangerschaftsdauer können unnötige Geburtseinleitungen aufgrund eines unklaren Schwangerschaftszeitpunktes vermieden werden.

 

Diagnose der Zwillingsschwangerschaft

Wir beurteilen die Entwicklung der Zwillinge und die Teilung der Plazenta. Wenn sich beide Kinder eine Plazenta teilen, könnte dies zu Versorgungsproblemen führen. In solchen Fällen ist es ratsam, die Schwangerschaft engmaschig zu kontrollieren und gegebenenfalls eine Therapie durchführen zu lassen.

 

Beurteilung der frühen Sonoanatomie

Bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel können viele schwere Fehlbildungen – insbesondere des Kopfes und des Gehirns, der Arme und Beine, Spaltbildungen der Bauchwand und Wirbelsäule, und Defekte des Zwerchfells oder der Harnblase teilweise entdeckt werden. Des weiteren kann bereits ein Teil der schweren Herzfehler durch einen frühzeitigen Herzultraschall erkannt werden.

 

Persönliche Risikoberechnung

Für Trisomie 21 (Down Syndrom) und anderer chromosomaler Auffälligkeiten: Sie erhalten, wenn sie es wünschen, eine individuelle Risikoberechnung bezüglich Trisomie 21 (Down Syndrom), Trisomie 18 (Edwards Syndrom) und Trisomie 13 (Pätau Syndrom). Die Befunde aus den oben angeführten Markern und Blutwerte fließen in die Ersttrimestersonographie ein. Aus der Kombination der Ergebnisse wird eine für ihr Kind individualisierte Wahrscheinlichkeit für die häufigsten chromosomalen Auffälligkeiten (Trisomie 21, 13, oder 18) berechnet. Die Entdeckungsrate liegt bei ca. 90 – 95 Prozent. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt mittels einer spezifischen computergestützen Risikoanalyse. Das Ergebnis der Analyse (Risikoprofil) dient als Entscheidungsgrundlage über den Einsatz ergänzender invasiver Untersuchungsmethoden (z.B. Chorionzottenbiopsie, Amniozentese) oder einem zusätzlichen Bluttest (NIPT). In der Risiskoanalyse für Schwangere arbeite  ich in meiner Praxis für Pränatalmedizin in Innsbruck mit einer Software, die von der Fetal Medicine Foundation in London nur für zertifizierte Ärzte zur Verfügung gestellt wird.

 

Risikoberechnung für Schwangerschaftskomplikationen

Eine schwere Präeklampsie kann zu ernsthaften Komplikationen bei Mutter und Kind führen. Eine Einschätzung des Risikos für Präeklampsie bereits früh in der Schwangerschaft und vor dem Beginn von Krankheitssymtomen ermöglicht die Früherkennung dieser Erkrankung. Dies kann eventuell schweren Verlaufsformen vorbeugen oder diese lindern.

 

Mit der Einschätzung des Risikos für eine Präeklampsie kann bei einem erhöhten Risiko eine Prophylaxe verabreicht werden. Die Prophylaxe kann die Wahrscheinlichkeit an einer frühen Präeklampsie zu erkranken um 80 % reduzieren und verhindern, dass eine vorzeitige Entbindung (Frühgeburt) des Kindes notwendig wird.

 

Symptome einer Präeklampsie sind erhöhte Blutdruckwerte und vermehrte Ausscheidung von Eiweiß (Protein) im Harn. Häufig ist dies begleitet von Ödemen (Schwellungen der Beine) und rascher Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit und Oberbauchschmerzen.


Ebenso kann das Risiko für eine Wachstumseinschränkung des Kindes eingeschätzt werden und falls notwendig eine Prophylaxe empfohlen werden.

Weiterführende Informationen unter: www.fetalmedicine.com

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In die Risikokalkulation wird eingerechnet


  • die Erhebung der mütterlichen Daten (Gewicht, Körpergröße, Alter, Raucherstatus…)
  • die Messung von zwei Hormonen im mütterlichen Blut (ßHCG, PAPP-A)
  • die Nackenfaltenmessung (NT-Messung, Nackentransparenzmessung)
  • die Darstellung oder Abwesenheit des Nasenbeins
  • die fetale Herzfrequenz
  • der Blutfluss der Trikuspidalklappe
  • der Blutfluss im Ductus venosus
  • strukturelle Auffälligkeiten des Feten in dieser Schwangerschaftswoche sowie sogenannte „soft marker“
  • die Messung der Durchblutung der Gebärmutter (Aa. Uterinae)
  • die Messung des Blutdruckes (Durchschnittswerte von beiden Armen, zweifach gemessen)
  • die Messung der Zervixlänge

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Persönliche Betreuung

 

Gerne nehme ich mir ausreichend Zeit für eine Besprechung mit Ihnen 

Im Anschluss an die Ultraschalluntersuchung führe ich mit Ihnen ein ausführliches  Aufklärungs- und Beratungsgespräch über das für Ihr Kind errechnete Risiko und über die anschließenden Handlungsmöglichkeiten.

Die meisten Babys kommen gesund zur Welt. Damit ist der Ultraschall zumeist ein freudvolles Erlebnis für die gesamte Familie. Für jede Frau besteht jedoch altersunabhängig ein kleines Restrisiko zu einer Geburt eines Kindes mit geistigen oder körperlichen Abweichungen. Die Ursachen dafür sind vielseitiger Natur, chromosomale Abweichungen sind daher ein Faktor von vielen.
Wünschen Sie zu hundert Prozent eine Abklärung, ob Ihr ungeborenes Kind eine der häufigsten chromosomalen Veränderungen hat (Trisomie 21, 18 oder 13), so kann ich für Sie die invasiven Untersuchungsmethoden Chorionzottenbiopsie oder Amniozentese durchführen. Nach einem Beratungs- und Abklärungsgespräch sollten Sie sich Zeit für eine Entscheidung über den Einsatz einer zusätzlichen Risikoberechnung mittels Bluttest (cffDNA-Test, NIPT) oder über den Einsatz einer invasiven Untersuchungsmethode nehmen. Dabei entscheiden Sie ganz für sich selbst, ob das für ihr Kind errechnete Risiko hoch genug für den Einsatz einer weiteren Abklärung erscheint.

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Nackenfaltenmessung


In der Ersttrimestersonographie mittels Ultraschall ist die Nackenfaltenmessung ein zentraler Bestandteil und Indikator. Eine verdickte Nackenfalte liefert Anhaltspunkte für verschiedenste andere Auffälligkeiten oder Erkrankungen des ungeborenen Kindes. Dies können unter anderem sein: z.B. Herzfehler, Skelettauffälligkeiten und Stoffwechselstörungen. Das bedeutet für Sie, dass auch bei einer unauffälligen Chromosomenanalyse eine frühe Organdiagnostik (in der 16+0 Schwangerschaftswoche) den Handlungsspielraum hinsichtlich detaillierter ergänzender Diagnostik erweitert. Beispielsweise kann ich für Sie eine detaillierte Untersuchung des kindlichen Herzens (fetale Echokardiographie) vornehmen.

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Feindiagnostik


Generell empfehlen Frauenärzte und Ultraschallspezialisten eine Feindiagnostik (Fehlbildungsultraschall) zwischen der 20. und 22. Schwangerschaftswoche, um möglichst viele Informationen zum Wohle ihres Kindes zu erhalten. Dies ist insbesondere deshalb relevant, da entwicklungsbedingt eine Beurteilung noch nicht aller kindlicher Organe in der Ersttrimestersonographie möglich ist. Diese Ultraschalluntersuchungen sind unabhängig davon, wie Sie sich bezüglich der invasiven Diagnostik entscheiden.

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